Biographie
Basel, Stadt des klassischen Humanismus, aber auch die Stadt von Bartok, Strawinsky und Georg Kreisler, bietet den idealen Humus für musikalische Idealisten. Die Stadt, in der man in 30 Schritten vom Virginal-Gezirpe der Schola Cantorum zu den unbegreiflichsten Elaboraten des Elektronischen Studios gelangt, fordert selbstverständlich, dass Musik nicht nur gemacht, sondern ständig neu entdeckt wird.
An diesem Ort wird im April 1993 das Trio Animæ gegründet, man will dem Luxusliner Klaviertrio wieder Leben einhauchen. Nach einem Jahr des gemeinsamen Suchens beginnt eine Bühnentätigkeit, die seitdem nicht mehr abreisst. Wie von alleine kommt das eine zum andern: natürlich schaut man, was in der eigenen Generation komponiert wird - natürlich schaut man in den mitteleuropäischen Raum, wo man glücklich Brüder im Geiste findet, in Bratislava, in Krakau, in Budapest, in Riga, eine verloren geglaubte Welt der spielerischen Musik entdeckend - und ebenso natürlich verzichtet man sofort darauf, an immer gleichen Wettbewerben die immer gleiche Zirkusnummer einer gelangweilten Jury schmackhaft zu machen.
Piazzolla wurde früh entdeckt und in grossem Stil einverleibt, Kagel mit Energie und Ironie niedergerungen, Haydn und Ives immer wieder zum Vergnügen gespielt. Nach 13 Jahren Arbeit stehen weit über 100 Partituren auf den Konzertpulten, davon viele für das Trio Animæ geschrieben, wie das 2002 uraufgeführte Tripelkonzert des Kanadiers Peter Breiner. In Zusammenarbeit mit Komponisten wie Vasks, Bragato, Godar, Schnyder, Cosentino, Brennan entstehen authentische Klaviertriointerpretationen. Konzertreisen führen das Trio Animæ durch viele Länder der Erde, viele CDs laufen regelmässig bei Radiosendern von Japan bis Kanada. In Europa gehört das Ensemble zu den herausragenden Repräsentanten seiner Generation.